Wanderfreunde Bremen e.V.
10. Vereinsgeburtstag
Im „Kuhhirten“ haben ca. 200 Wanderfreund-e/innen aus 10 Verbandsvereinen am 12. November 2011 den 10. Vereinsgeburtstag der Wanderfreunde Bremen gefeiert. Der Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes, Jörg Haase, und der Vorsitzende des Wanderverbandes Norddeutschland e.V., Reinhard Schlothauer hatten den Weg nicht gescheut, um mit den Bremern zu feiern. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte die Vorsitzende des Vereins, Erika Wallentowitz, auf dem Bahnhofsvorplatz die Teilnehmer aus allen Regionen Norddeutschlands. Mit Wanderungen und Stadtführungen zogen die Teilnehmer zur Kaffeetafel in das Festlokal „Kuhhirten“.
Jörg Haase überbrachte die Glückwünsche des Deutschen Wanderverbandes und nahm Stellung zu den wichtigsten Vorhaben des Verbandes. Reinhard Schlothauer gratulierte im Namen des Wanderverbandes Norddeutschland und unterstrich noch mal die Bedeutung des Bremer Vereins für den Verband. Die Vertreter der befreundeten Vereine wünschten den Wanderfreunden Bremen Glück und alles Gut für die Zukunft.
14 Gründungsmitglieder hatten am 08. November 2001 die Initiative ergriffen, um die gute Wanderarbeit und die 25jährige Tradition im Wanderverband Norddeutschland e.V. und im Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V. fortzusetzen. Stolz verkündete der damalige Gründungsvorsitzende, Jürgen Grund, d ass dies die richtige Entscheidung war. Ca. 250 Mitglieder, über 200 Veranstaltungen mit etwa 5000 Teilnehmern allein im Jahr 2011, Wandertage in Bremen und Umgebung, Mehrtageswanderungen, Singkreis, Literaturkreis, Wandern mit Hunden und einiges mehr sind der beste Beweis für ein aktives Vereinsleben.
Wandern in der Natur mit Freunden für die Gesundheit ist unser Motto und so ist unser Verein für die Zukunft gut gerüstet.
EuroRando 2011
An dem internationalen Wander-Großereignis EuroRando 2011 haben sich insgesamt über 60.000 Wanderer beteiligt. Damit hat die zum dritten Mal von der Europäischen Wandervereinigung (EWV) ausgerichtete Veranstaltung die Erwartungen aller Beteiligten weit übertroffen. Dank der Medienresonanz auf das Thema sind die E-Wege in ganz Europa verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gelangt. Mit 30.784 Wanderern nahmen einer EWV-Mitteilung zufolge aus Tschechien so viele Aktive an der Veranstaltung teil, wie aus keinem anderen Land. Spanien, wo die EuroRando im vergangenen Oktober zu Ende gegangen war, war mit 15.497 Personen vertreten. An 52 EuroRando-Wande-rungen beteiligten sich mehr als 50 Personen, zur Abschlusswoche in Andalusien kamen rund 4.500 Menschen. EWV-Präsidentin Lis Meisen aus Kopenhagen zufolge nahmen insgesamt genau 62.634 Wanderer an dem Großereignis teil. Weitere Informationen unter: www.eurorando.info.
Internationales Wandertreffen in Süditalien
Ein erstes Internationales Wandertreffen wird es im kommenden Jahr auf dem Wanderweg E 12 in Süditalien geben. Vom 18. bis 25. Mai 2013 laden die Europäische Wandervereinigung (EWV) und ihr italienisches Mitglied Federazione Italiana Escursionismo (FIE) zu diesem Treffen auf dem 2011 neu geschaffenen Weg in der süditalienischen Region Campania und dort in den Nationalpark Cilento ein. Die Wanderung führt durch die für die Region typische Macchia, wobei sich steile Felsen abwechseln mit Stranden und alten Fischerdörfern. Weitere Informationen unter: www. era-ewv-ferp. com.
350mal wandern im Harz
Wer sich schon mal auf den 114. Deutschen Wandertag 2014 in Bad Harzburg einstimmen möchte, sollte die gerade erschienene Broschüre „Wanderungen für jedermann 2012" zu Rate ziehen. Über den Jahreslauf verteilt informiert das Heft über viele interessante Ziel-, Rund- und Themenwanderungen im Harz. Auswahl und Beschreibung der Routen basieren auf der bewährten Arbeit von Wanderführern der Harzklub-Zweigvereine. Die handliche Broschüre ist ein gutes Werbemittel für das Wandern in Gemeinschaft. Für eine Versand-kosten-Pauschale in Höhe von 3,50 Euro ist sie bei der Harzklub-Geschäftsstelle zu bekommen (Tel. 05323 / 81758, Email: info@harzklub.de). Alle Termine sind auch im Internet zu finden unter www.harzklub.de.
die gute nachricht zum schluss
Die Schotten sollen im Jahr 2014 über ihre Unabhängigkeit von England abstimmen. David Campbell hat sich längst entschieden. Er tritt für die Unabhängigkeit seiner Heimat ein. Da versteht es sich von selbst, dass der Schriftsteller, Lehrer und professionelle Geschichtenerzähler sich in die traditionell schottische Tracht, den Kilt, hüllt. Selbst beim Motorrad fahren will er nicht auf den Schottenrock verzichten - dann allerdings ergänzt um Helm und Bikerboots. Lediglich eine Ausnahme lässt der Schotte gelten: Das Wandern. Campbel begründet das damit, dass lange Hosenbeine vor Zeckenbissen schützen. Recht hat er! Viele zecken-freie Wanderstunden im „Wanderbaren Europa" wünscht Jörg Haase.
Wir möchten gerne auf die
Homepage befreundeter Wandervereine
hinweisen (für deren Inhalte wir aber keinerlei Verantwortung übernehmen!):
www.wanderfreunde-nordheide.de
Bundeswaldgesetz novelliert – Verkehrssicherungspflicht eingeschränkt! Die Novelle des Bundeswaldgesetzes im Sommer des Jahres hat für die Waldeigentümer Änderungen gebracht, die auch für die Wandervereine von Interesse sind.
So wird in § 14 die Haftung des Waldbesitzers für waldtypische Gefahren ausgeschlossen.
Dies gilt insbesondere für sich aus der Natur ergebende Gefahren wie umstürzende Bäume und herab fallendes Totholz.
Das freie Betreten des Waldes zu Erholungszwecken und die Eigenverantwortlichkeit des Waldbesuchers – insbesondere bei waldtypischen Gefahren – sind Positionen des Deutschen Wanderverbandes, der diese Änderung des Bundeswaldgesetzes begrüßt.
Dies wird zudem die Möglichkeiten zur Wegemarkierung, z. B. bei einer Verlegung von Wanderwegen aus Gründen der Qualitätsverbesserung oder des Naturschutzes, deutlich erleichtern.
Denn der Hauptversagensgrund eines Waldbesitzers – die Verkehrssicherungspflicht – ist jetzt entschärft.
Damit sollten auch die Zeiten der immer noch diskutierten „Haftpflichtversicherungen von Wandervereinen“ endgültig vorbei sein.
"Wandern und Gesundheit"
Der Präsident des DWV, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, sieht die Kooperation mit Crataegutt(r)
als wichtigen Schritt für den Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit und Lebensqualität,
besonders in der Altersklasse 50 plus: "Als Arzt und Apotheker weiß ich, wie wichtig es ist,
die körperliche Leistungskraft zu fördern und zu erhalten." Wandern ist eine der beliebtesten
Freizeitaktivitäten in unserem Land, denn jung und alt profitieren von der Kombination aus Bewegung und Natur.
Die Bewegung trainiert die Muskulatur des Körpers.
Die Kulisse Natur wirkt ausgleichend auf die Psyche und steigert das Wohlbefinden.
Ein weiteres Plus: Für jeden kommt diese Form der Bewegung in Frage, ob jung oder alt,
übergewichtig oder schlank, gesundheitlich vorbelastet oder nicht. Keiner wird ausgegrenzt. Wer Ruhe braucht, kann alleine wandern, wer Spaß und Geselligkeit sucht, bevorzugt eine Gruppe. Mit zunehmendem Alter leidet besonders die Ausdauer. Man fühlt sich schneller müde, abgespannt, erschöpft. Mit mehr Bewegung lässt sich die Ausdauer gezielt stärken. Eine besonders gut geeignete Bewegungsart ist Wandern. Eine kleine Wanderung in der freien Natur trägt dazu bei, den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Sauerstoffversorgung des Körpers zu erhöhen. Weitere Informationen auf www.wanderverband.de, www.wanderbaresdeutschland. de und www.kraftquelle-herz.de (JG 100428)
Erste nationale Grundlagenuntersuchung zum Wandern erschienen !
Die aktuelle wissenschaftliche Studie des Deutschen Wanderverbandes, gefördert vom Bundesministerium
für Wirtschaft, zeigt: Fast 40 Millionen Deutsche wandern gern und sind auf 370 Millionen Tagesausflügen
unterwegs, Wanderer geben in Deutschland jährlich 7,5 Milliarden Euro für ihre liebste Freizeitaktivität aus,
144.000 Arbeitsplätze hängen direkt vom Wandertourismus ab, Wanderer schätzen das gut markierte,
flächendeckende Wanderwegenetz in unserem Land und rund 83 % der Wanderer fühlen sich nach einer
Wanderung glücklich und zufrieden. Im Folgenden einige erste Ergebnisse der Studie:
• 39,8 Millionen Deutsche wandern, das ist mindestens jeder zweite Deutsche über 16 Jahren.
• Deutsche Wanderer legen pro Jahr ca. 3,6 Milliarden Kilometer im In- und Ausland zurück.
• Gewandert wird unabhängig von Geschlecht und Alter. Allerdings sind die Älteren regelmäßiger unterwegs:
jüngere Wanderer eher ein- bis zweimal jährlich, Wanderer ab 60 mehrmals im Monat.
• Die Unterschiede zwischen Spazierengehen und Wandern sind geringer als gedacht:
Wer spazieren geht, ist durchschnittlich 1 Stunde und 22 Minuten unterwegs, wer sagt,
dass er wandert, 2 Stunden und 39 min.
• Wanderer fühlen sich nach einer Wanderung zu 90 % "insgesamt besser", zu 82,7 % "glücklich und zufrieden",
zu 73,8 % "seelisch ausgeglichener".
• Die aktiven Wanderer geben jährlich über 90 € für Ausrüstung aus,
insgesamt betragen die Ausgaben für Wanderausrüstung 3,7 Milliarden €.
• Der wandernde Tagesausflügler gibt vor Ort 16 € pro Tag aus,
der übernachtende Wanderer 57 € (zuzüglich An- und Abreise).
• Wandern stellt laut Studie die Freizeitaktivität in Deutschland dar.
Insgesamt werden im Jahr 370 Millionen Tagesausflüge unternommen, bei denen gewandert wird.
• Weiterhin werden 8,7 Millionen Urlauber gezählt, die mindestens eine Wanderung im Urlaub machen.
• 30,3 Millionen Übernachtungen pro Jahr in Deutschland können dem Bereich Wandern zugeordnet werden.
• 46 % der Wanderer laufen ohne Orientierung oder per GPS, und verlassen sich nur auf die
Markierung der Wanderwege.
• Ein dichtes Netz von gut markierten Wanderwegen ist die Basis für den Wandermarkt in Deutschland.
Die Druckversion der Dokumentation "Zukunftsmarkt Wandern -
Erste Ergebnisse der Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern"
kann beim Deutschen Wanderverband für 6 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden.
Pressekontakt: Deutscher Wanderverband, Ingo Seifert-Rösing Tel. (05 61) 9 38 73-14,
E-Mail: i.seifert@wanderverband.de
Wandern hält fit !
Sportwissenschaftler Professor Dr. Klaus Bös vom Institut für Sportwissenschaft in Karlsruhe räumte mit einigen Missverständnissen zum Thema Sport auf. "Man kann nicht einfach sagen, Sport ist gesund", so Bös. Mit dem Sport sei es wie mit Medikamenten, die Dosis bestimme die Wirkung. Es gebe aber keinerlei Zweifel daran, dass regelmäßige, moderate Bewegung gesund sei. Ein wesentlicher Grund für gesundheitliche Probleme der bundesdeutschen Bevölkerung sei eindeutig zu wenig Bewegung im Alltag und im Beruf. Mindestens zwei Stunden Bewegung bzw. Sport in der Woche seien notwendig, um fit zu bleiben. Optimal für die Gesundheit sind 10.000 Schritte am Tag. Allerdings schaffen wir Deutschen durchschnittlich nur weniger als 1.000 Schritte täglich und nur noch maximal 17 Prozent der deutschen Bevölkerung bewegen sich ausreichend. Da wir kaum noch zu Fuß gehen, müsste es eigentlich heißen "Wie sitzt du?" anstatt "Wie geht es dir", so der Sportwissenschaftler. Wandern, Walking, Jogging seien ideal, um den Einstieg in ein bewegtes Leben zu schaffen. Der innere Schweinehund könne nicht bekämpft werden, meinte Prof. Bös. "Sie müssen ihn dazu bringen, dass er morgens raus will." Wandern ist seiner Meinung nach ein ideales Ausdauertraining und optimal für die Mehrheit der Bevölkerung, um sich fit zu halten. Ich habe zwei Ärzte, mein rechtes und mein linkes Bein ! Die Wahrscheinlichkeit, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, sinkt, wenn man sich regelmäßig bewegt. Prof. Zalpour erläuterte, dass kein Mensch vollkommen gesund oder vollkommen krank sei. Man bewege sich immer zwischen diesen Polen. "Gesundheit bedeutet", so der Mediziner, "ein guter Schwimmer im Fluss des Lebens zu sein." Wichtig sei, die Eigenverantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen und sich viel zu bewegen - am besten jede Woche zu wandern. Prof. Zalpour gab den Tipp, sich immer wieder bewusst zu machen: "Ich habe zwei Ärzte, mein rechtes und mein linkes Bein." Das Wandern neu denken ! Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut i
lte verschiedene Trends vor, die Einfluss auf das Wandern haben. Dazu gehöre der Gesundheitstrend "Selfness", der die Wellness-Bewegung ablöse. Zukünftig würden viele Menschen mehr Wert auf Eigenverantwortung, Lernen, Entwicklung und mentales Wachstum legen. "Wellness" hätte sich inzwischen mitunter als "Well-Nepp" entlarvt, der für die Gesundheit wertlos sei. "Oben wird Zucker reingepumpt, unten Fett abgesaugt", äußerte sich die Zukunftsforscherin kritisch. Auch die Hinwendung zur Natur und deren bewusster Konsum sei ein Megatrend, ebenso wie die Individualisierung der Menschen und neue Formen der Vernetzung und Kommunikationswege. Sie stellte Lebensstil- Typen wie die "LOHAS", "Latte-Macchiato-Familien", "Super-Daddys" oder "Grey-Hopper" vor. Mit dem Thema Gesundheit seien schon heute die Menschen gut zu erreichen. Früher hieß es in der Werbung "sex sells". Heute lassen sich nicht nur mit erotischen Botschaften gute Geschäfte machen, sondern ebenso mit der Gesundheit als Werbeträger, so die Zukunftsforscherin. Die Wandervereine müssen "das Wandern neu denken", die neuen Lebensstile im Blick haben, um den zukünftigen Trends gerecht zu werden. Wie wirkt Landschaft auf die Menschen? Das ist Forschungsthema von Professor Dr. Erwin Frohmann aus Graz. Er präsentierte eigene Untersuchungen, bei denen Studenten in ruhiger, meditativ-kontemplativer Stimmung an einem Wasserfall, in einem Wäldchen und in einer Felslandschaft verweilten. Dabei wurden die Aktivitäten ihres vegetativen Nervensystems (Herz, Kreislauf, Atmung) gemessen und ihre Befindlichkeit erfragt. "Wir stellten fest", so Prof. Frohmann, "dass sich der kontemplative Zugang zur Landschaft signifikant auf das physische wie psychische Befinden des Menschen auswirkt." Je nach Landschaftsraum kam es zu beruhigenden oder aktivierenden Effekten. "Der Wasserfall ließ die Herzen schneller schlagen", so ein Ergebnis. Durchschnittlich hatten die Studenten am Wasserfall eine um 6 Herzschläge höhere Herzfrequenz in der Minute als im Wäldchen.
‚Atmosphäre der Landschaft eintauchen, überträgt sich die Stimmung der Landschaft auf uns und wir spüren die Verbundenheit mit der Erde. Zugleich wird die Landschaftswahrnehmung zur Persönlichkeitswahrnehmung. Vergleichbar mit zwei Wellenfeldern die einander begegnen." Das Wandern in der Natur kann so eine "therapeutische Wirkung" auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene entfalten. Ich kann wandern, obwohl ich Schmerzen habe ! Prof. Dr. Christian Grüneberg von der Hochschule für Gesundheit in Bochum referierte über die Rolle der Physiotherapie in der Bewegungs- und Gesundheitsförderung. Er stellte gesundheitsrelevante gesellschaftliche Entwicklungen vor, wie den demographischen Wandel und die Zunahme chronischer Erkrankungen, sowie verschiedene Definitionen von "Gesundheit". Es sei festzustellen, dass die Deutschen im internationalen Vergleich sehr viel für ihre Gesundheit ausgeben, die Ergebnisse allerdings nur mittelmäßig seien, sagte Prof. Grüneberg. In der Medizin und bei den Physiotherapeuten, den "Spezialisten für menschliche Bewegung", hat es einen Wandel in der Betrachtung von Gesundheit gegeben. Während früher die Vermeidung von Schmerzen im Vordergrund der Behandlung gestanden habe, gehe es heute um Stärkung der eigenen Ressourcen. "Ich kann wandern, obwohl ich Schmerzen habe", sei eine mögliche Denkweise von Patienten, die es zu fördern gilt. Bonusprogramm Horst Neid von der AOK Hessen stellte dar, dass aus seiner Sicht eine Bezuschussung von Wanderangeboten als Präventionsmaßnahme nicht möglich ist. Die rechtlichen Rahmenbedingungen des § 20 im Sozialgesetzbuch V würden dies nicht erlauben. Aber die AOK Hessen bietet seit April 2009 ihren Versicherten unter dem Namen BONUS fit ein Bonusprogramm für gesundheitsbewusstes Verhalten an. Dabei wird finanziell honoriert, wenn Versicherte an Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge teilnehmen. Maximal werden im Jahr 100 Euro erstattet. info@wanderverband.de www.wanderverband.de www.wanderbares-deutschland.de
Eine Wohltat, das Wandern.
Unser Verhalten ist geprägt durch Stress und den Druck immer mehr Dinge in immer kürzerer Zeit zu tun. Wandern ist das perfekte Kontrastprogramm. Man nimmt bewusst das Tempo heraus und kehrt zurück zum menschlichen Maß. Die Länge eines Schrittes, für die der Körber gebaut ist, bestimmt das Tempo. Die Sturzflut von Informationen und Signalen verwandelt sich in einen ruhigen, stetigen Fluss von sinnlichen Eindrücken. Sonnenaufgang, Mittag, Sonnenuntergang, Nacht. Ich klinke mich ein in die Rhythmen von Natur und Kosmos, nehme Maß an den Urphänomenen. Mit dieser Erfahrung kehre ich zurück in den Alltag und kann mit den Zumutungen der Beschleunigung anders umgehen. (So etwa sieht es Ulrich Grober, freier Autor, Publizist und leidenschaftlicher Wanderer. Aus seiner Feder stammt auch das Buch "Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst")
In der über 125-jährigen Aktivität der deutschen Gebirgs- und Wandervereine ist inzwischen ein ca. 200.000 km langes Wanderwegenetz entstanden (www.wanderbares-deutschland.de). Deutschland mausert sich mehr und mehr zum Wanderparadies.
Wanderwege
Der Deutsche Wanderverband schafft den Einstieg ins digitale Zeitalter für die Verwaltung von Wanderwegen.
Die Wanderwege in Deutschland sollen zukünftig verstärkt mit Hilfe digitaler Medien und nach bundeseinheitlichen Standards erfasst und verwaltet werden. Das ist Ziel des Projektes "Digitale Wanderwegeverwaltung" des Deutschen Wanderverbandes, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird.
"Mit unserem Projekt 'Digitale Wanderwegeverwaltung' soll das digitale Zeitalter auch in die Betreuung des deutschen Wanderwegenetzes einziehen, wo die gedruckte Karte immer noch das vorherrschende Arbeitswerkzeug ist", so Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes.
Von den geschätzten rund 300.000 bis 400.000 Kilometern Wanderwege in Deutschland werden mehr als 200.000 von den 20.000 Wegewarten der deutschen Gebirgs- und Wandervereine betreut, das zeigen die jährlichen Erhebungen des Deutschen Wanderverbandes. Die Wegewarte haben das Wegenetz geplant und den Verlauf mit
Behörden abgesprochen, bevor die Wege markiert und in offizielle Wanderkarten aufgenommen werden. Sie stimmen sich auch mit Naturschutz- und Forstbehörden sowie anderen Verbänden ab, in welchen Gebieten der Naturschutz Vorrang haben soll.
Mit dem Projekt soll erreicht werden, dass die bei den Bundesbehörden vorliegenden Daten über naturschutzwürdige Flächen noch mehr als bisher in die Planung und Verwaltung von Wanderwegen einfließen. "Wir als anerkannter Naturschutzverband", sagt der Präsident des Deutschen Wanderverbandes, "wollen einen Beitrag dazu leisten, dass sowohl das Wandern als naturverträgliche Freizeitaktivität gefördert wird, als auch die Artenvielfalt in geschützten Landschaftsbereichen erhalten bleibt."
Erik Neumeyer, Leiter des Projektes beim Deutschen Wanderverband, erläutert, welche neuen Möglichkeiten das Projekt schafft: "Bisher gibt es kaum zusammenhängende, lagegenaue Daten über die deutschen Wanderwege. Wenn wir die Wegedaten erst einmal digital erfasst haben, lassen sich viel einfacher als bisher immer wiederkehrende Fragen beantworten: Wo genau verläuft ein Weg? Sind davon sensible Landschaftsteile betroffen? Wie lang sind einzelne Teilabschnitte und wie viele Höhenmeter sind dabei zu überwinden? Mit solchen Angaben lässt sich zukünftig viel besser kalkulieren und planen, mit welchem Aufwand die Wege instand gehalten und gepflegt werden müssen."
"Unsere Wegewarte zeichnen in der Regel auf Landkarten ein, wo Wanderwege verlaufen, notieren, wo Wegweiser stehen und müssen bei jeder Änderung immer wieder neue Karten zeichnen. Wir wollen die Ehrenamtlichen dabei unterstützen, ihre Arbeit in Zukunft mit Hilfe von Computern, digitalen Karten und des Internets zu leisten", so Dr. Rauchfuß. Da es bisher keine einheitlichen Standards für die Verwaltung von Wanderwegen und für deren Darstellung gibt, will der Deutsche Wanderverband auch Empfehlungen entwickeln, mit welchen Methoden zukünftig die Wegekataster geführt werden sollen. Dieses Wissen und die übers Internet nutzbare Wegeverwaltungs-Software sollen nach Abschluss des Projektes auch anderen interessierten Personen und Institutionen, wie Kommunen oder Nationale Naturlandschaften, nutzen können. Dr. Rauchfuß sagt: "Das Ergebnis des Projektes wird sicher für alle, die sich für eine gute Wegeinfrastruktur in unserem Land einsetzen, von Bedeutung sein."