Wanderfreunde Bremen an der Wörpe unterwegs.
 
Am 11. Januar 2012 wanderten 20 Wanderfreund-e/innen von Wörpedorf nach Borgfeld. 
Wir trafen uns um 09:10 Uhr in Bremen am Hauptbahnhof und fuhren umweltfreundlich mit dem Bus nach Wörpedorf. Nach einer kurzen Stärkung im Supermarkt ging es zur Wörpe. Wir hatten Glück. 
Der Weg war passierbar. Die Wörpe führte Hochwasser und viele Wiesen und Äcker waren überschwemmt. 
Wir wanderten wie in einer einzigartigen Seenlandschaft.
Die Wörpe hat eine Länge von 30 km von der Quelle bei Steinfeld bis zur Einmündung in die Wümme bei Lilienthal und überwindet einen Höhenunterschied von ca. 30 m. Wörpe kommt von dem alten plattdeutschen Wort Worp und bedeutet soviel wie „ vom Hügel kommend“.
Das Wetter meinte es gut mit uns. Während der Wanderung vormittags war es bei bedecktem Himmel trocken. 
Erst am Ende der Wanderung nach der Mittagseinkehr fing es an zu regnen.
Gegen Mittag gab es eine Einkehr im Borgfelder Landhaus und hier endete nach ca. 9 km eine erlebnisreiche Wanderung. Ein Dank an unseren Wanderführer Walter Wagner für einen schönen Wandertag. JG 120113

 

 

Abenteuer Wattwanderung

Wo mit dem Erzählen anfangen,wenn sich die ohnehin schon verheißungsvolle Ankündigung "Wandern von Hallig zu Hallig" einem regelrechten Abenteuer-Urlaub entwickelt hat?
Angefangen hat alles um 8.30 h auf dem Bremer Hauptbahnhof, "gestrandet" sind wir erstmals in Hamburg, wo sich die Weiterfahrt infolge eines Bahnstreiks um eine Stunde verschob. Danach verlief alles planmäßig, wenn auch mit viel Umsteigen, aber dafür war die gesamte Anreise per Schönes-Wochenende-Ticket auch äußerst preiswert.
Der Zwischenstop der Fähre von Schlüttsiel nach Langeness auf Gröde bescherte uns das erste Hallig-Feeling. Eine Warft, ein paar eng zusammenstehende Häuser darauf mit insgesamt 11 Einwohnern - eine vollkommen andere Welt als die gewohnte.
Nach dem Eintreffen auf Langeness bezogen wir unsere Zimmer im Gasthof Hilligenley und stärkten uns am ziemlich verspäteten Abendbrot.
Der nächste Tag begann sehr zeitig. Das Frühstück war auf 6.30 h angesetzt und um 7.30 h sollte bereits die Fähre für die halbstündige Überfahrt nach Hooge ablegen. Durch Kommunikationsprobleme war um 6.30 h jedoch außer gedeckten Tischen von Frühstück noch nichts zu sehen, aber wir haben es dann doch geschafft, pünktlich auf der Fähre zu sein.

                                                                                            
Über Hooge wissen die meisten nur, dass dort der "Königspesel" ist, wo ein dänischer König früher mal übernachten musste, weil schlechtes Wetter seine Abreise verhindert hat. Pesel heißt nichts anderes als gute Stube.
Nach einem kleinen Fußmarsch zur Kirchwarft ging es mit der Pferdekutsche zur Hanswarft und damit zur Besichtigung des berühmten Königspesels. Anschließend starteten wir die erste Wanderung durchs Watt zur Hallig Norderoog, die ausschließlich dem Naturschutz gewidmet und unbewohnt ist. Jugendliche arbeiten dort in den Sommermonaten jeweils für 2 Wochen im Küstenschutz. Da es weder Frischwasser noch Elektrizität auf der Hallig gibt, ist der Aufenthalt unter einfachsten Bedingungen eine echte Herausforderung für die jungen Leute. Nach 9 km (hin und zurück) über den Meeresgrund erwartete uns wieder die Kutsche mit den beiden gutmütigen Kaltblütern und brachte uns zurück zur Hanswarft, wo wir bei einem Film im Sturmflutkino einen nachhaltigen Eindruck bekamen, was Sturmflut und "Land unter" für die Halligen bedeutet. Die anschließende Stärkung bei Kaffee und Friesentorte hatten wir uns auch redlich verdient. Die Fähre brachte uns wieder zurück nach Langeness, wo abends ein äußerst leckeres Büffet "Grillen satt" auf uns wartete. Der Schmaus wurde untermalt von kräftigem Sturm und einem Gewitter, und beides ließ für den nächsten Tag nichts Gutes hoffen.
Am Morgen stand uns dann die letzte und größte Herausforderung bevor. Das Wetter hatte sich etwas beruhigt, die Wattwanderung von Langeness über die Hallig Oland und zurück zum Festland nach Dagebüll sollte also stattfinden. Das Gepäck wurde verladen und der Hallig-Express fuhr uns zur Halligkirche, die wir noch kurz besuchen konnten. Dann trennten sich unsere Wege, 15 begaben sich auf die Wattwanderung, 6 fuhren mit dem Hallig-Express zurück und bestiegen dann später die Fähre nach Schlüttsiel.

Die Wattwanderung begann zunächst unspektakulär, wir hatten gewaltigen Rückenwind und marschierten mehr oder weniger leichtfüssig in Richtung Festland. Vorher machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Hallig Oland, ein winziges Stückchen Festland inmitten der Nordsee mit einer Handvoll eng aneindergeschmiegter Häuser - ein Bild wie aus einer anderen Welt vor vielen, vielen Jahren. Dort leben 20 Einwohner, und es gibt sogar noch eine Schule für zwei(!) Schulkinder. Wenn diese allerdings die Schule jetzt verlassen, wird die Schule geschlossen.
Unser flotter Marsch endete dann erstmals beim 1. Priel, der unerwartet tief war, da das Wasser infolge des stürmischen Windes trotz Ebbe gar nicht richtig ablaufen konnte. Wir bildeten eine Kette und mit Hilfe der festen Hände der dazwischengeschalteten Männer erreichten wir alle heil die andere Seite des Priels. Danach folgte dann auch bald die nächste Widrigkeit, denn es fing an zu regnen, und zwar richtig! Die dicken Tropfen prasselten uns auf Kopf und Rücken, liefen weiter auf die kurzen Hosen und stiegen dann - zumindest bei mir - entgegen der Schwerkraft unter der Regenjacke wieder aufwärts und durchnässten alles. Infolge des starken Regens verschwand dann auch teilweise der dünne Küstenstrich, und mir fielen sofort die Warnungen vor dem Verirren im Watt ein. Diese Gefahr bestand bei uns zum Glück nicht, denn Boy, unser Wattführer, und Hans-Peter, unser Wanderführer, marschierten unbeirrt über den Meeresgrund und ließen keinen Zweifel an der Richtung aufkommen. Durch den starken Wind stand das Watt immer noch ziemlich unter Wasser, so dass wir bei jedem Schritt voran auch noch gegen den Widerstand des Wassers "ankämpfen" mussten. Immerhin erreichten wir in guter Zeit den Strand von Dagebüll und haben uns im Inselbahnhofs trockene Sachen angezogen. Eine Kleinigkeit aus dem Imbiss brachte die Lebensgeister wieder zurück, und pünktlich begaben wir uns auf den Bahnsteig. Der Zug stand auch schon abfahrbereit parat, wer jedoch nicht da war, das waren Boy und Hans-Peter samt den 6 Fähre-Fahrern und unserem gesamten Gepäck. Nervosität machte sich breit. Der Zugbegleiter stand schon bereit, um seine Kelle zur Abfahrt zu heben, da fuhr der PKW mit den beiden Wanderführern, drei der Fähre-Fahrer und unserem Gepäck vor. In Windeseile wurde letzteres ausgeladen und im Zug verstaut, dann fuhr der Zug auch schon los. Alles redete durcheinander, alle waren aufgeregt, schließlich waren wir noch nicht "komplett". Nach kurzer Fahrt hielt der Zug wieder auf einem beschrankten Bahnübergang. Davor stand die Taxe mit unseren noch fehlenden Leuten. Boy brachte das Kunststück fertig, dass der Zug ein paar Meter rückwärts fuhr, um die Schranken freizugeben, und dann - endlich - waren wir wieder vereint und eine riesige Erleichterung machte sich breit. In Niebüll mussten wir den Zug wechseln, aber auch diesmal machte uns der Streik einen Strich durch die Rechnung. Später in Hamburg versäumten wir dadurch unseren Anschlußzug nach Bremen, statt 22.23 h waren wir dann schließlich um 00.04 h im heimischen Bremen, nachdem uns der Buchholzer Teil der Gruppe unterwegs schon vorher verlassen hatte.
Seitdem sind wir uns einig, dass diese 3 Tage ein echter Abenteuer-Urlaub waren, denn es gibt nichts, was wir in dieser Zeit nicht erlebt haben. Aber wir haben alles gesund und munter überstanden, und zu erzählen gab es dann hinterher noch reichlich. Und das merkt man auch an diesem ungewöhnlich langen Bericht über 3 Tage "von Hallig zu Hallig".

Rosemarie Walther ( Foto: Monika Boldt)

 

58. Norddeutsches Wandertreffen
in Hamburg-Harburg am 4. September 2011

Dem Wanderverband Norddeutschland e.V. gehören 15 Mitgliedsvereine von der dänischen Grenze
bis zur Weser an. Er koordiniert die Wanderarbeit in Norddeutschland.
Alle zwei Jahre treffen sich die Wanderinnen und Wanderer aus diesem Bereich zu einem Wiedersehen.

Auch 17 Wanderfreunde aus Bremen treffen sich morgens am Bahnhof und fahren mit dem Metronom nach Harburg. Mit dem Bus geht es weiter nach Appenbüttel. Unser Wanderführer Wilhelm Dopp wandert mit uns im in den Harburger Bergen, zunächst im Eißendorfer Forst zur Stadtscheide an der Landesgrenze Hamburg/Niedersachsen. Im Erholungswald Haake geht es durch die Schwarzen Berge mit Wulmsberg zum Altwiedenthal mit dem Wald „Emme“ und seinem Reiherberg.

Über den Kaiserstuhlweg erreichen wir nach ca. 12 km gegen 13:00 Uhr unser Tagungslokal, die Vereinsgaststätte vom Harburger Turnerbund von 1865 e.V. Etwa 200 Wanderinnen und Wanderer aus Norddeutschland feiern mit einer Kaffeetafel ihr Wiedersehen.

JG110904

 

 

 

Eine Streckenwanderung durch das
Norddeutsche Tiefland zum Wiehengebirge.

 

Die Wanderfreunde Bremen wandern zu Fuß
von Bremen zum 111. Deutschen Wandertag nach Melle bei Osnabrück.

Vom Roland auf dem Marktplatz verabschieden sich 7 Wanderfreund-e/innen am 2. August um 08:00 Uhr. 147 km liegen vor ihnen und sollen in 7 Etappen erwandert werden. Am Werdersee gibt uns der gute alte Seume seinen Segen mit auf den Weg. Durch die Leester Marsch geht es nach Kirchweyhe und im Tal der Hache erreichen wir unser Ziel Syke. Am nächsten Tag geht es von Syke über Bassum nach Twistringen. Die Kirche, das Stift und die Freudenburg begeistern uns in Bassum. Das Wetter ist sommerlich warm. Am Donnerstag erreichen wir Barnstorf und am Freitag, dem 4. Tag unserer Streckenwanderung, sind wir in Diepholz. Die Hälfte des Weges ist nun überschritten und wir gönnen uns eine Ruhezeit. Am Mittwoch den 10. August starten wir wieder in Diepholz und an Hunte und Lohne geht es am Dümmer vorbei nach Lemförde. Am Donnerstag müssen wir die Stemmweder Berge überqueren bevor wir unser Ziel Bohmte erreichen. Auf der letzten Etappe geht es von Bohmte zum Mittellandkanal und nach Bad Essen. Ab hier folgen wir dem EHHE-Wanderweg (Ems, Hunte, Hase, Else). Er ist mit einem weißen Punkt sehr gut ausmarkiert. Eine im Scherz gemeinte Erklärung des Namens Wiehengebirge lautet, das Wiehengebirge sähe nur aus „wie ’n Gebirge“. Aber für uns Flachlandwanderer war es schon eine Herausforderung. In den Bergen erreicht uns dann auch noch das sogenannte gesunde Wetter von Melle. Ein paar Regenschauer begleiteten uns auf unserem Weg. Nach einem kurzen Besuch an der Huntequelle und einem weiten Blick von der Ottohöhe über den Grönegau erreichen wir an diesem letzten Tag exakt um 19:40 Uhr unser Ziel die Wanderhauptstadt 2011, Melle.  110818 JG

 

 

23 km - rund um Heidenau in der Nordheide

 Wanderung am Sonntag, 26. Juni 2011

Diese angebotene Ersatzwanderung von Wilhelm Dopp, am 26. Juni 2011, für den erkrankten Wanderführer Gerd Blottner, war eine Wanderung, die man kaum in Worte fassen kann. Diese vielfältige Landschaft um Heidenau herum war einfach überwältigend.

Die Gemeinde Heidenau ist erst 1928 entstanden und zwar durch die Zusammenlegung der Orte Avensen und Everstorf. Viel Landwirtschaft prägt die Gegend um Heidenau, so befinden sich im Westen einige Groß-Moore und im Osten viele große Misch-Wälder. Jedoch gibt es hier noch keine markierten Wanderwege, aber durch Wilhelm sind wir trotzdem nie vom richtigen Weg abgekommen und wir hatten einen herrlichen Tag zum wandern erwischt.

Vom Parkplatz an der Hauptstraße kurz vor Heidenau ging unsere Wanderung los in Richtung Osten durch die herrlichen Wälder. Auf verschiedene Anhöhen in diesen Wäldern, nahe der Dohrener Heide, hatten wir fantastische Fernblicke auf die „Harburger Berge“.

Nach unserer Mittagseinkehr durchwanderten bzw. streiften wir das Bahren-Bruchsmoor, das Kallmoor und das Große Everstorfer Moor. Das Große Everstorfer Moor ist ein ausgedehntes Hochmoor und steht seit 1988 unter Naturschutz. Es war teilweise abgetorft, doch durch die Unterschutzstellung sind inzwischen große Moor-Teile wieder vernässt und renaturiert worden. Inzwischen sind hier wieder seltene Pflanzen wie Schwingrasen, Wollgräser, Feuchtheide etc. und auch seltene Vögel wie Baumfalken, Rohrweihen und Kranichen zu sehen.

Übrigens wusstet Ihr, dass die Moore in den vergangenen 11.000 Jahren eine klimakühlende Wirkung hatten? Sie speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt. Eine 15 Zentimeter mächtige Torfschicht in Deutschland enthält in etwa soviel Kohlenstoff wie ein 100jähriger Wald gleicher Fläche. Eine Renaturierung der Moore ist also deshalb auch ganz besonders wichtig um den Klimawandel aufzuhalten.

Wir haben viel von der Artenvielfalt gesehen und die Natur in vollen Zügen genossen. Es war eine wundervolle Wanderung. Vielen Dank lieber Wilhelm!

Bremen, den 01.07.2011

RoMa

Traumwanderungen in den Dolomiten

Dolomiten? Da wollen wir hin - was soll ich dort als Flachlandtiroler?
Ich habe mich dann aber sehr schnell entschieden, mitzukommen, schließlich kann ich dort ja etwas anderes unternehmen. Aber - ich habe es nicht bereut, mitzufahren, denn alles war so perfekt organisiert, dass auch ich meine helle Freude an dem Aufenthalt hatte - ich war einfach begeistert. Natürlich sind wir auch gewandert, jeden Tag und der Schweiß rann nur so von der Stirn, aber es hat Spaß gemacht. Ein vorgesehener Ruhetag wurde wegen Regen vorgezogen, aber auch dort war ich mit Ruth, Barbara und Jochen erneut auf der Seiseralm, wo wir bis zur Einkehr prima Wetter hatten, nachher liefen die Schuhe voll beim Starkregen, aber was für ein herrlicher Tag mit viel Spaß und Lachen. So etwas kann man einfach nicht wiederholen. Unterstützt von den Wanderführern Otto und Florian aus St. Ulrich - unserem Aufenthaltsort im Grödner Tal in Südtirol - war für jeden etwas dabei. Schon am Tage nach unserer Ankunft ging es mit der Bergbahn auf den Raschötz, zu Fuß zum Gipfelkreuz in 2107 m Höhe - weiter auf ausgetretenen Wanderpfaden, teilweise über Felsgestein, vorbei an Alpenblumen, wie Edelweiß und Enzian bei herrlichen Aussichten auf die zauberhafte Bergwelt. An den folgenden Tagen ging es zu unterschiedlichen Touren, mal mit dem Sessellift, dann der Gondel zur Seiseralm, die unvorstellbar groß ist mit sehr guten Wegen, schönen Hütten, vorbei an zauberhaften Almwiesen mit ihren zahlreichen wunderschönen Alpenblumen - Trollblumen und gelbe Veilchen, Feuerlilien und Orchideen, schwarze Kohlröschen und Alpenreben - die Augen konnten gar nicht genug davon bekommen - und Hans hat uns viel Zeit gelassen für alles!

In unserem Pauschalpreis waren die Lifte und Busfahrten, das Schwimmbad mit enthalten und es wurde zahlreich ausgenutzt. Allein die 6-Tageskarte für die Lifte kostete 76 €! Nicht zu vergessen den Tonnenlift, wo man zu zweit eng steht hinauf zur Langkofel-Scharte in 2681 m - über der Baumgrenze und das bei 1º+! T r a u m h a f t !!!!!!!!!
Man kann gar nicht alles ausführen, was wir erlebt und genossen haben.
Abends vor unserem Hotel "Villa Emilia" saßen wir draußen mit einem Blick auf die Bergriesen "Sella-Gruppe", dem "Langkofel" (alles über 3000 m), die sich an den letzten beiden Abenden sogar in herrlichem Alpenglühen präsentierten.
Die Unterkunft war optimal, Essen, Service perfekt. Zwei Tiroler-Abende bot man uns mit vielen italienischen Spezialitäten. Alina, Laura + Sarah bedienten uns mit viel Herzlichkeit. Trotz der Mehrsprachigkeit - ladinisch, südtirolerisch und italienisch verstanden sich alle gut
Einigen von uns waren die gemütlichen Bergwanderungen nicht genug und hatten mit Florian Bergtouren unternommen. So kam jeder zu seinem Recht.
Am letzten Tag ging eine (fast) flache Tour ab Wolkenstein (1563 m) von Hans + Mabel perfekt vorbereitet ins Langental. Weil keine Einkehr möglich war, trugen die Männer alles mit: belegte Sandwich mit Käse und Speck, Tomaten, Gurken, Rot- + Weißwein, Sprudel. An einer Hütte war Gelegenheit, alles lecker aufzubauen. Die Getränke kamen in eine Tränke mit kaltem, glasklarem Wasser. Es wurde gespeist, getrunken, gesungen, geschunkelt - Alle waren angetan von dem herrlichen Tag und nach der Rückkehr gab es in der "Baita Ciampac - Hütte" noch ein Bier, oder Eis. Am Abend beim letzten Tirolertag gab es auch noch einen musikalischen Genuss zweier Südtiroler.
Spät abends fielen alle erschöpft von den Ereignissen müde ins Bett, denn am Dienstag (28.6.) war der Bus bestellt, der uns mit dem Gepäck nach München brachte - unterwegs ein Kurzaufenthalt mit einer reichhaltigen Brotzeit - wir alle waren nur glücklich und zufrieden.
Ab M. ging's dann mit dem ICE zurück und der Abschied kurz vor Hannover, wo wir 17 Bremer ausstiegen, mit den Buchholzern und Hamburgern war sehr herzlich und einige versteckte Tränen waren wohl angebracht.
29.06.2011 -bl-

 

Fahrradwanderung im Altmühltal vom, 6. bis 11. Juni 2011
unter der Leitung von Peter Gerharz

Wir sind wieder zu Hause - es ist alles gut gegangen. Kein Unfall und keine Krankheiten - abgesehen von der starken Erkältung von Hannelore, die sie doch stark behinderte. Es war wieder eine gut vorbereitete und gelungene Tour, die wir in Ansbach begonnen haben. Peter hat uns die erste Strecke von Rotenburg o.d.T. erspart wegen der doch sehr hügeligen Gegend.

Das Wetter war für uns optimal, kaum Wind und wenig Regen. Die Unterkünftige waren gut ausgewählt. Reinhold hatte wieder eine sehr preiswerte Bahnreise hinbekommen und erfreulich war, dass wir diesmal mit dem Fahrradtransport keine Schwierigkeiten hatten. Die Bahn hat zugelernt. Selbst für unsere Räder waren reservierte Plätze vorhanden.

Also - los ging es mittags in Ansbach und mit kleinen Schlenkern und etwa 37 km waren wir bald am Ziel in Gunzenhausen - wo wir 2 x übernachteten. Herrliche Gegend und zum Teil sehr gut befahrene Wege - schließlich waren wir nicht immer auf dem Altmühltal-Radweg. Essen, trinken und schlafen - gut gefrühstückt ging es am nächsten Tag los, um die Umgebung zu erkunden. Wir führen zum Altmühlsee und dem Brombachsee, wo wir uns von Ramsberg bis Allmannsdorf eine Schifffahrt gönnten. Zurück nach Gunzenhausen nach gemütlichen 38 km. Die Biergärten waren meistens unser erklärtes Ziel - schließlich muss man ausreichend trinken.

Am Mittwoch war unser Ziel Pappenheim. Ausgeruht und frohen Mutes ging es weiter - vorbei an vielen kleinen Dörfern, die teilweise idyllisch am Berg und im Tal verstreut lagen. Wir kommen wieder gut voran, kehrten beim Italiener in Berolsheim ein - aßen Eis, Torten und andere Leckereien - dann bezog sich der Himmel, aber was da herunter kam, war nicht der Rede wert. Heute waren wir 44 km unterwegs und man merkt, es werden immer mehr. Am Donnerstag über Wasserzell (guter Biergarten)und Walting, wo eine erneute Rast in einem historischen Zehnthof notwendig war.

Durch die schöne Universitätsstadt Eichstätt, wo einige sich gern länger aufgehalten hätten - aber unser Ziel war Kipfenberg nach jetzt schon fast 64 km. Im „Hotel zur Post“ waren wir wieder gut untergebracht und unsere Damen Hannelore, Ilse, Marga, Christa, Maria und Hildegard ließen es sich nicht nehmen, auch hier die Stadt zu erkunden. Horst (Ersatz für die verhinderte Ehefrau von Wolfgang), Peter und Reinhold saßen nach der Ankunft gern noch auf eine „Weizen“ zusammen, um den schönen Tag ausklingen zu lassen.
Freitag war unser Ziel Kelheim, aber durch einen nicht vorgesehenen Schlenker - der uns etwa 25 km kostete - mussten wir uns etwas sputen. Aber Peter hatte die Idee, die letzten 20 km mit einem Fahrgastschiff zu fahren, und wir hatten Glück und so waren es anstatt 90 doch „nur“ 76 km und glücklich und zufrieden kamen wir in unserer Unterkunft an.

Rückreise am Sonnabend ab Saal, was wir bald erreichten und von dort bis Regensburg - umsteigen und direkt mit einem IC nach Bremen, wo wir pünktlich ankamen. Die letzte Umarmung fiel leider aus, weil es ja wohl einige eilig hatten nach Hause zu kommen.

Dank an Peter für alles - hat er gut gemacht.

Reinhold Blendermann

 

Die Wanderfreunde Bremen auf den Ökopfad im Werderland.

 

Der Wanderführer Hermann Ottrand begrüßt die Wanderfreunde Bremen um 12:00 Uhr am Bahnhof in Burg. Alle strahlen mit der Sonne um die Wette und sind gespannt auf den Ökopfad. Es ist ein herrlicher Tag. In den Feuchtbrachen stehen die Wiesen in voller Blüte. Viele Schmetterlinge begleiten uns. In den zahlreichen Gräben gibt es viel zu entdecken. Im Restaurant „Moorlosen Kirche“ machen wir Rast. Die altehrwürdige Moorlose oder Mutterlose Kirche hat es uns angetan. Getrennt von der Mutterkirche Altenesch auf der linken Weserseite war die auf der rechten Weserseite im Bremischen Gebiet im Werderland gelegene Kirche wegen der Trennung Moderlos (Mutterlos) oder Moorlosen. Auf schmalen Pfaden geht es im Werderland zurück zur Lesum und über das Sperrwerk. Beim Schulschiff Deutschland in Vegesack endet eine interessante Wanderung nach 16 km. Die Bewegung an der frischen Luft hat uns gut getan. Einen herzlichen Dank an unseren Wanderführer.

JG 110601

 

 

Wanderfreunde Bremen e.V. wandern
am Schweriner See

Am 7. Mai war es wieder soweit. 12 Wanderfreund-e/innen machen sich auf den Weg zum Schweriner See.. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und bleibt uns die ganze Zeit über treu. Um 10:33 Uhr besteigen wir in Bremen den Metronom und über Hamburg und Schwerin fahren wir nach Lübstorf. Unser Wanderfreund Peter erwartet uns schon. Er ist mit dem Rad angereist. Im wanderfreundlichen Hotel "Zum Rethberg" beziehen wir unsere Zimmer. Es ist noch früh am Tag und so machen wir einen Spaziergang auf dem Friedrich-Franz-Wanderweg durch den Schlosspark zum Schloss Wilgrad. Wiligrad ist der slawische Name für "Große Burg". Bauherr war im Jahre 1896 der Herzog zu Mecklenburg. Heute nutzt der Kunstverein Wiligrad e.V. das Schloss für Seminare und Ausstellungen. Im Cafe in der Schlossgärtnerei laben wir uns bei Kaffee und köstlichem Kuchen. Der Rückweg führt uns über die Kaisertreppe zum See und immer am See entlang zum Anglerheim in Lübstorf. Hier beenden wir mit einem gemeinsamen Abendessen den ersten Tag.
Am Sonntag (8. Mai) sind wir in Wismar unterwegs. Auf dem Programm steht ein Jubiläum, die 25. Gottlob-Frege-Wanderung. Frege (1848 - 1925) Professor für Mathematik, ist in Wismar geboren und er schuf die Grundlagen für die Logik der Computersprachen. Er besaß eine tiefe Heimatverbundenheit und wanderte mehrere Male den Weg von der Universität Jena nach Wismar (ca. 500 km) und zurück. Unser Wanderweg von ca. 10 km führt von Dorf Mecklenburg nach Wismar. Ziel ist das Baumhaus (früher Zollstation) im alten Hafen.
Am Montag (9. Mai) führt uns unsere Wanderung immer am Schweriner See entlang in Richtung Schwerin. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, um die Landeshauptstadt mit dem Schloss etwas kennen zu lernen. Am Abend überrascht uns der Hotelwirt mit einem Mecklenburger Abend bei Drehorgelmusik, Gesang und Döntjes.
Am letzten Tag (10.Mai) sind wir am Neumühler See gewandert. Ein schmaler Uferpfad im Wald ist so richtig nach unserem Geschmack. Insgesamt sind wir 39 km im schönen Mecklenburger Land unterwegs gewesen.
Am Mittwoch den 11.Mai fahren wir mit der Bahn nach Bremen. Peter fährt wieder mit dem Rad zurück. Wir werden diese schöne Zeit am Schweriner See in Erinnerung behalten und danken dem Wanderführer, Lothar Falkenberg, aus Schwerin für seine tollen Tipps.
JG110512

 

 

Bremen räumt auf im 9. Jahr
 
Am großen Aufräumtag, sind die Wanderfreunde Bremen, wie jedes Jahr, wieder mit dabei. Am Freitag, den 01. April 2011, treffen sich 15 Wanderfreund-e/innen in der Neuen Vahr (Berliner Freiheiheit). Wir stärken uns mit einem kleinen Frühstück im Schlemmermarkt, Backshop, und los geht’s zum Bürgerzentrum Neue Vahr e.V., wo eine Materialstelle eingerichtet ist. Mit Handschuhen, Müllsäcken, Müllgreifern und Routenplänen machen wir uns auf den Weg, um in den Grünanlagen rund um den See, wo wir auch öfter wandern, Müll aus den Anlagen zu sammeln. Wir gehen dem Müll in unserer Stadt an den Kragen. Mit diesem Großputztag ist Bremen sogar schon Vorbild für andrer Städte geworden. Ca. 15.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich jedes Jahr an der größten Städteputzaktion in Deutschland.


 
Für uns Wanderfreunde Bremen ist es selbstverständlich, dass wir die Sachen, die wir mit in unsere schöne Natur nehmen, auch wieder mit nach Hause bringen. Leider handeln nicht alle so. Auch unsere Stadtnatur leidet unter diesen Zeitgenossen. Aber nur zu sagen, sollen die doch den Dreck wegmachen, die ihn hinbringen, nützt unserer Natur auch nicht. Also krempeln wir zusammen mit vielen anderen die Ärmel hoch und packen selbst mit an. Zwölf Säcke Müll haben wir in vier Stunden aus den Anlagen geholt. Eine guter Tag für unsere Stadtnatur, wie wir meinen. Und mit Franz von Assisi (1181-1226) sagen wir uns,
„Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst Du das Unmögliche“.
110419JG

 

 


Foto: Horst Klünder


Die Wanderfreunde am 27. März in Hamburg-Blankenese

 Die Zauberformel heißt "mit Marion durch Hamburg", und diese magischen Worte wirken immer.
Mindestens einmal im Jahr steht bei den Wanderfreunden dieser Ausflug an die Elbe im Programm,
und heute war es wieder einmal soweit.
Erika hatte die notwendigen Vorbereitungen übernommen: Anmeldungen entgegennehmen, Fahrplan
festlegen, Zug-Tickets besorgen und - last but not least - den ganzen Trupp heil und ohne Verluste
nach Hamburg zu bringen.Dort stand Marion schon bereit und übernahm die erwartungsvolle Gruppe von 23 Bremern.
Ausnahmsweise stand diesmal das leibliche Wohl am Beginn des ereignisreichen Tages, denn wir
waren zum Brunch in Blankenese angemeldet. Ein überaus reichhaltiges Büffet stand bereit und
ließ keine Wünsche unserer hungrigen Mägen unerfüllt.
Getreu dem alten Spruch: nach dem Essen sollst du ruh´n oder 1000 Schritte tun, haben wir uns
für das Letztere entschieden und begaben uns auf den von der ortskundigen Marion geführten Weg
quer durch Blankenese bis runter an die im Sonnenschein glitzernde Elbe. Dort entlang zu laufen
ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis, auch wenn uns diesmal der Anblick großer Pötte bis
auf einen einzigen verwehrt blieb.
Und weil eine Fahrt mit einem Schiff bzw. einer Fähre einfach zu Hamburg dazugehört, wurde uns
auch dieser Wunsch von Marion erfüllt, und wir bestiegen nach einiger Zeit die Fähre nach Finkenwerder,
fuhren mit bis zur Endstation, blieben gleich an Bord und ließen uns über viele Stationen wieder
zurückschippern bis zu den Landungsbrücken.
Dort hieß es aus- und in die S-Bahn umsteigen, die uns nach wenigen Station zum Hauptbahnhof
zurück brachte. Jetzt hieß es, sich von Marion und den 5 Mitwanderern aus ihrem Verein zu verabschieden
und auf den Metronom zu warten, der uns wieder nach Bremen brachte.
Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag bei bestem Wetter und guter Laune in der unvergleichlichen
norddeutschen Metropole Hamburg. "Danke, Marion, bis zum nächsten Mal", und natürlich auch danke an Erika,
die auch auf der Rückfahrt ein wachsames Auge auf ihre Schäfchen hatte.

Rosemarie Walther

 

Wanderung: Rotenburg - Unterstedt - Rotenburg

am 22. Januar 2011 mit Hartwig Stöckmeyer (19 km)

Gegen 9:00 Uhr erreichten wir mit dem Zug die Stadt Rotenburg. Rotenburg liegt in einer Geestlandschaft am Westrand der Lüneburger Heide und in der Niederung der drei Flüsse: Wümme, Wiedau und Rodau. Rund um Rotenburg befinden sich ausgedehnte Wälder.
Wir wanderten zunächst entlang eines Bachlaufes, vorbei an den Rotenburger Anstalten und überquerten auf einer Holzbrücke die Wiedau. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Weg „Zwischen den Wassern“, dem wir einige Zeit folgten. Dann überquerten wir die Rodaubrücke und folgten einem Wanderweg in Richtung Bachenbuchswald und Lintelwald. Daran anschließend durchwanderten wir den Grafeler Holz Wald bis zum Hempberg mit seinen sagenumwobenen Hügelgräbern. Von dem ehemals weitaus größeren Hügelgräberfeld sind heute noch 12 Hügel erhalten. Weitere archäologische Stätten bzw. einzelne Hügelgräber sollen sich auch auf dem Weg durch den Lintelwald befinden. Alle diese Hügel stammen aus der sogenannten Einzelgrabkultur aus der Zeit von 2000 – 1700 v.Chr.
Unser Weg führte uns weiter nach Unterstedt. Hier kehrten wir gegen 12:30 Uhr und nach 13 gelaufenen Kilometern zum Mittagessen in den „Waldgasthof Wegener“ ein. Das Essen war vorzüglich – selbst für Vegetarier ist dieser Gasthof zu empfehlen.
Auf dem Rückweg nach Rotenburg ging es vorbei an der Lungenklinik. Dann erwanderten wir das Sonnensystem auf dem Sternenweg. Immer nach dem Spruch: „Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unsere neun Planeten“. Jeder Anfangsbuchstabe der einzelnen Wörter ist ein Stern; hier also: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Auf dem Wanderweg sind kleine Tafeln der einzelnen Sterne zu finden. Auf dieser Wanderung konnten wir also sogar auch noch was lernen.
Wir erreichten nach unseren restlichen 6 Kilometern wieder den Bahnhof in Rotenburg und schon eine Minute später traf der Zug ein. Ein besseres Timing kann man sich wohl nicht vorstellen. Diese Wanderung war wirklich schön, sehr empfehlenswert und sollte öfters wiederholt werden. Vielen Dank lieber Hartwig
Bremen, 27.01.2011 RoMa

 

Sieben Tage in Sieber

Im September 2010 trafen sich 15 Mitglieder der Wanderfreunde im Bremer Haus in Sieber. „Frühstück gibt es um acht, um neun ist Abmarsch“, erklärte Erika, unsere Wanderführerin, gleich am ersten Abend. Pünktlich waren tags darauf alle auf dem Parkplatz, um gemeinsam nach St. Andreasberg zu fahren. Ein kurzer knackiger Aufstieg in Andreasberg, dann war die Jordanhöhe erreicht. Auf dem Hexenstieg ging es weiter - immer entlang des Rehberger Grabens - einem Teilstück des Oberharzer Wasserregals. Dieses ausgeklügelte System aus Teichen, Gräben und Wasserläufen ist seit August 2010 in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Auf dem Staudamm ging der Weg am Oderteich vorbei - dann auf die Odertalstraße. Mal direkt entlang der Oder, dann wieder durch den Wald erreichten wir den Rinderstall. Diese urige Baude versorgt schon lange keine Rindviecher mehr. Die nette und schlagfertige Wirtin servierte uns im Dirndl Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Noch einmal ging es über unzählige Wurzeln steil bergauf, dann lag der Parkplatz wieder vor uns.

„Die Wanderung zur Knollenbaude ist ein Muss“, teilte Erika uns mit, als wir durch Sieber liefen. Beim Schwimmbad begann der Aufstieg. Auf herrlichen Wegen „schraubten“ wir uns langsam nach oben. Mit dem letzten Anstieg und schon etwas aus der Puste erreichten wir die Knollenbaude. Es war Zeit für die Mittagspause. Erbsensuppe, Schinkenbrote oder etwas Süßes, für alle gab es etwas. Über Paradies und den „Kaffeetanten-Weg“ (O-Ton Erika) ging es zurück.

Abends in der Harzer Stube - Christa, Dagmar, Lieselotte und Verena hatten einen Spielkreis gebildet. Eindeutiger Favorit, das Kartenspiel Skip-Bo. Am dritten Tag gesellte sich auch Reinhold dazu - später noch Kalle. Die Damen, Reinhold und Kalle „zockten“ von nun an jeden Abend, bis es Zeit war „nachen Bett“ zu gehen.

Am Mittwoch war die Hanskühnenburg das Ziel - natürlich nicht der direkte Weg. Durch das Schmelzertal ging es wie immer bergauf. Die Straße schien kein Ende zu nehmen - der Weg war hart. Ein Stück durch das Moor, dann waren wir auf dem Acker. So heißt der Höhenzug - „Auf dem Acker“. Der Weg über den Acker war steinig und nass, aber wunderschön, die Aussicht war grandios. In der Hanskühnenburg gab es die verdiente Mittagsrast. Zurück ging es über den steilen Abstieg nach Sieber.

„Heute fahren wir zum Oderteich, laufen auf der Westseite bis Torfhaus und kommen über den Märchenweg zurück“, erklärte uns Erika beim Frühstück. Die Sonne schien heute nicht - fahle Dunstschleier zogen über den Oderteich - eine traumhafte Stimmung. Ein Stück durch den Wald, dann traf der Weg auf den Clausthaler Flutgraben. Wir folgten dem Grabenweg. Bald war der Magdeburger Weg erreicht. Der Pfad wurde steinig und felsig. Wir waren mitten im Nationalpark Harz. Steine stellten sich uns in den Weg - fast alpin - wir wanderten mit Händen und Füßen. In Torfhaus war Rast. Einige gönnten sich Sturmsäcke, gewaltige Windbeutel mit Eis und Sahne. Zurück liefen wir über Wurzeln, Steine und Bohlenwege, feuchte Wiesen und Holzplanken - ein wahrhaft märchenhafter Weg.

Der Freitag - ein wanderfreier Tag. Mit den Autos ging es nach Walkenried. Bei einer Führung durch das Zisterzienser Kloster erlebten wir eine Reise in die Vergangenheit. Das Klausurgebäude mit dem doppelten Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert war allemal ein Besuch wert. Ein Höhepunkt war dann am Abend das Konzert im Kreuzgang des Klosters - wir hörten Bachs Cembalokonzerte mit meisterhaften Solisten und in einem wunderbaren Rahmen.

Am Sonnabend fuhren wir noch einmal nach Andreasberg. „Wir gehen heute den Höhenweg“, sagte uns Erika. Das Wetter wurde sonniger, die Stimmung immer prächtiger. Auf teilweise schmalen Pfaden umrundeten wir Andreasberg - mit herrlichen Blicken auf den Ort, zum Brocken und zum Wurmberg. Besondern beeindruckend waren die saftigen grünen Bergwiesen.

Das war sie, unsere letzte Wandertour. Am nächsten Morgen ging es Richtung Bremen. Einen ganz herzlichen Dank an unsere Wanderführerin, die alles so perfekt organisiert hatte. Beim Abschied hörte man es von allen Seiten: Wir sehen uns wieder - in Sieber?!

Horst Döge

 

Auf dem Deutschen Wandertag
in Freiburg

Auch in diesem Jahre haben wir mit einer 24 Wandersleuten umfassenden Gruppe den Deutschen Wandertag besucht, der diesmal im gesamten Schwarzwald und dem Hauptveranstaltungsort Freiburg stattfand. Vorbereitet von Erika und Reinhold, die bereits einige Tage vorher vor Ort die Vorbereitungen getroffen haben, war es wohl wieder insgesamt eine gelungene Angelegenheit. Unser Standquartier in Heuweiler war optimal von Erika ausgesucht und wohl keiner der Teilnehmer war enttäuscht von dem Aufenthalt. Die Verkehrsbedingungen waren ausgezeichnet und brachten uns nicht nur nach Freiburg, sondern auch in unsere Wandergebiete. Natürlich war das Wandern unser Hauptanliegen, schließlich kam unsere Gruppe auf 1709 Wander-Kilometer. Wir waren auf dem Kandel, wanderten von St. Peter nach Glottertal, über Wildtaleresch und dem Roßkopf mit einer Zwischeneinkehr in St. Ottilien nach Freiburg, zunächst mit der Höllentalbahn und dann von Hinterzarten zum Titisee, zur Zähringer Burg mit einer Zwischeneinkehr in Wildtal und – und – und. Es waren unvergessliche Tage bei überwiegend wanderfreundlichem Wetter. An zwei Tagen besuchten wir die zahlreichen Veranstaltungen in Freiburg und nahmen begeistert am Festumzug teil. Tausende im Umzug und an den Straßen waren von der Vielfalt der Kostüme, Trachten, Gruppen begeistert und unser sehr lauter Ruf: Bremen(ruft einer) – ahoi(antworten alle) kam gut an. Der kurz vor Beginn einsetzende starke Schauer brachte eine kurze Abkühlung – machte aber niemanden etwas aus. Natürlich hatte Reinhold auch einen Bus gechartert, damit die Gruppe zumindest mit dem Gepäck und nach den Veranstaltungen bequem transportiert werden konnte.

Nun freuen sich die Bremer Wanderer auf den nächsten Deutschen Wandertag, der im August 2011 in der niedersächsischen Stadt Melle stattfindet. Dorthin wird ein Teil der Gruppe mit dem Fahrrad fahren und der Rest mit der DB. Erika hat bereits seit dem letzten Jahr ein Quartier in Bad Rothenfelde fest gebucht. Auch hier wünschen wir den Veranstaltern – dem Wiehengebirgsverband – gutes Gelingen. –bl– am 19.08.2010

 

Mit Hunden durch das "Große Holz"

Erika rief am Sonntag, 22.August 2010 zur Hundewanderung, und alle kamen - mehr als je zuvor, und zwar 29 Menschen und 21 Hunde! Treffen war in Zeven am Großen Holz, und pünktlich gegen 10 h rollte der Konvoi der PKWs an und parkte am Waldrand. Die Autotüren öffneten sich, und heraus kamen erst jede Menge Menschen, aber gleich danach auch die Hunde. Wer es noch nicht gesehen hatte, wähnte sich im Kino mit Großbild-Leinwand. Hunde, Hunde, Hunde! Alle wuselten durcheinander, beschnupperten sich gegenseitig und erkundeten die nächste Umgebung. Aber erstaunlich und faszinierend zugleich: das vermutete Gebell und Gerangel fand nicht statt! Alle waren fröhlich und guter Laune, etwas aufgeregt, aber zugleich voller Vorfreude und Erwartung, was da nun wohl kommen würde.
Erika Wallentowitz, die Führerin der Hundewanderung, hat früher bestimmt einmal einen Pfadfinderkurs gemacht, so zielsicher führte sie die Gruppe durch das Große Holz, das wirklich noch die Bezeichnung "Wald" verdient. Kilometerlang lief die große Mensch/Tier-Gruppe über Waldwege, wo uns kein Mensch begegnete. Ganz anders war es dann bei der Mühle in Bademühlen. Dort fand gerade an diesem Tag ein kleines Dorffest statt, und der Getränkestand war bereits betriebsfertig aufgebaut. So konnte sich - wer wollte - sogar noch ein kleines Bierchen gönnen, während die Hunde voll Begeisterung ihre Schwimmkünste im kleinen See zeigten.
Während dieser kurzen Rast hat mich besonders die kleine Chili, die schwarzweiße Pudeldame von Britta, zum Staunen gebracht. Ihr Frauchen hatte ihr allerlei Kunststücke beigebracht, die sie sofort unter Beweis stellte. So z. B. Slalom-Laufen zwischen Frauchens Beinen oder mit einem einzigen Satz auf ihren Arm springen. Auch wenn man die Arme seitlich vom Körper zu einem Ring fügte, war das für sie sofort das Signal, da hindurchzuspringen. Auch das Laufen zwischen Brittas Beinen funktionierte wie aus dem Lehrbuch: lief Frauchen vorwärts, lief auch Chili vorwärts, legte Frauchen aber den Rückwärtsgang ein, trippelte auch Chili problemlos rückwärts. Bühnenreif war die Vorführung mit dem Leckerli auf Chilis Nase, während sie still wie eine Salzsäule Männchen machte, damit die kleine Belohnung bloß nicht herunterfallen würde. Erst auf einen Wink von Frauchen machte sie "schnapp" und fing das Leckerli mit einer Bewegung des Kopfes auf und ließ es sich schmecken. Das ging so schnell, dass man mit den Augen nicht verfolgen konnte, wie sie das gemacht hat. Manchmal werden im Fernsehen Tierbesitzer gezeigt, die ihren Lieblingen Kunststücke beigebracht haben. Little Chili wäre eindeutig ein Favorit für solch eine Sendung!
Erstaunlich war auch, wie gut alle Hunde erzogen waren und auf Zuruf oder Pfiff sofort parierten und ankamen. Das war oftmals auch nötig, besonders bei Oskar, dem definitiv lebhaftesten Vierbeiner der Gruppe. Er war immer vornan, oft dann auch gar nicht mehr zu sehen. Aber ein Ruf, und schon kam Oskar angesaust, guckte, ob etwas Wichtiges anlag, und schon war er wieder auf und davon. Insgesamt hatte die Tour eine Länge von 12 km - Oskar hat die Strecke bestimmt 5 Mal zurückgelegt.....
Aber egal ob Oskar oder Chili oder die wuschelige Malva mit ihrem wunderschön gezeichneten Gesicht, die mit ihrem dicken Fell unweigerlich zum Knuddeln einlud - alle Hunde zeigten sich von ihrer freundlichsten und umgänglichsten Seite, und das war bei so vielen Tieren auf einmal bestimmt auch ein Verdienst ihrer Frauchen und Herrchen. Bei dem entspannten Hunde-Walk durch das Zevener Große Holz kam mir mehrmals der Gedanke, wieviel friedlicher es auf unserem Planeten zugehen würde, wenn sich die Menschen der verschiedenen Nationen und Rassen ebenso vertragen würden, wie die vielen verschiedenen Vierbeiner aller Größen und Rassen an diesem Sonntag. Könnte es sein, dass die Hunde vielleicht doch die besseren Menschen sind....?
Zielsicher und ohne sich verlaufen zu haben, brachte Erika ihre Gruppe wieder zurück zum Ausgangspunkt und zu den Autos. Danach durften sich noch die Mägen der Herrchen und Frauchen über ein leckeres Grill-Angebot freuen, wobei bestimmt auch für `die besten Freunde der Menschen´ hier und da noch ein Häppchen abgefallen ist.

Rosemarie Walther,
Hundefreundin, jedoch ohne Hund